S-Bahn-Sperre: Schluss mit dem Chaos

Die S-Bahn-Stammstrecke wird saniert – das ist wichtig und notwendig. Doch es ist keine normale Baustelle, sondern ein Stresstest für ganz Wien. 250.000 Fahrgäste müssen während der Sperre auf Alternativen ausweichen.

Für viele Menschen im 2. Bezirk ist die S-Bahn unverzichtbar – doch die Sperre wurde schlecht vorbereitet. Es fehlen ausreichend Ersatzangebote. Nun sind die Menschen mit überfüllten Öffis und langen Wartezeiten konfrontiert. Das hätte nicht
so kommen müssen.

Wir brauchen jetzt echte Nachbesserungen und eine Öffi-Offensive.

Bitte warten…

Unsere Forderungen:

  • Dichtere Intervalle für U-Bahnen und Straßenbahnen: Taktverdichtungen braucht es nicht nur auf den unmittelbar betroffenen Linien, sondern auch auf den Linien O, 18, D, 71 und den relevanten Entlastungsachsen. Außerdem braucht es mehr Reservezüge und Personal für Störungsfälle.
  • Freie Fahrt für Bim & Bus: Auf den Linien O oder D droht Pulkbildung: Zwei, drei Straßenbahnen fahren knapp hintereinander, dann lange nichts. Genau das droht sich während der Sperre zu verschärfen. Der TU-Bericht empfiehlt daher unter anderem eine durchgehende Ampel-Priorisierung, eigene Spuren sowie die Freihaltung von Gleiskörpern.
  • 100 Öffi-Lots:innen für mehr Sicherheit: Auf dem Hauptbahnhof wird es eng werden. Der TU-Bericht empfiehlt daher Fahrgastleitsysteme samt Bodenmarkierungen, Piktogrammen und Durchsagen, Prüfung von Einbahnführungen in Stationen, zusätzliches Ordnungspersonal sowie Lift- und Rolltreppenmanagement.
  • Temporäre Radwege inkl. Rad-Sharing-Offensive: Der TU-Bericht schlägt rasch umsetzbare, temporäre Radinfrastruktur vor, weiters sichere parallele Radverbindungen, besonders im 3. Bezirk, 500–1. 000 zusätzliche Sharing-Räder beim Hauptbahnhof, 250–500 zusätzliche Sharing-Räder beim Matzleinsdorfer Platz sowie mobile Radbügel.

TU-Studie

Begleitmaßnahmen im Rahmen der Sperre der Wiener S-Bahn-Stammstrecke