Es ist schon wieder passiert.
Die Stadt schafft Fakten. Die Menschen erfahren es danach.

In der Schwarzingergasse wird das Schulgebäude abgerissen. Die Anrainer:innen wurden dabei nicht eingebunden. Die rot-pinke Stadtregierung behauptet, im Juni ein Infoblatt zugestellt zu haben – angekommen ist es bei den betroffenen Haushalten nicht. Das gleiche Muster wie bei den Einladungen zur Bürger:innenversammlung Mega-Mistplatz, die nicht zugestellt wurden.
Unsere offiziellen Anfragen aus der Bezirksparlamentssitzung vom 16.6.2026 wurden erst am 14.8.2026, also am letztmöglichen Tag vor Fristende beantwortet, als bereits mit dem Abriss begonnen und Fakten geschaffen wurden.
Auf andere wichtige Fragen gibt es bis heute keine ausreichenden Antworten: Warum wird ein Gebäude abgerissen, wenn die ursprüngliche Zusage eines umgehenden Schulneubaus erst kürzlich von der Stadt wieder zurückgezogen wurde? Was geschieht mit der bald entstehenden Baulücke? Wie sieht eine konkrete Nachnutzung aus? Warum wurden die Anrainer:innen nicht informiert, dass Asbestarbeiten durchgeführt werden? Und warum wurden die Anrainer:innen generell nicht informiert?
Wir sagen: Das ist nicht akzeptabel.
- Schulen brauchen Investitionen – nicht Abrissbirnen.
- Ein Gründerzeithaus abzureißen, obwohl eine Sanierung CO₂ spart, ist klimapolitisch falsch – vor allem wenn es keinen klaren Plan für einen guten Neubau gibt.
- 40 Mio. € für den Mistplatz an der Freien Mitte sind offenbar da – für Bildung fehlt das Geld.
- Fehlende Transparenz: Warum wurden Gutachten so lange geheim gehalten, bis die Herausgabe mittels IFG erzwungen werden musste?
- Die Dachplatten enthalten hochgiftigen und gesundheitsschädigenden Asbest – warum hat man die Anrainer:innen nicht informiert?
- Die Menschen im Grätzl werden überrumpelt statt eingebunden.
- Die geschützte Platane im Schulhof ist ein wertvolles Naturdenkmal mit großer Bedeutung für das Mikroklima. Ein Abriss und eine jahrelange Baulücke gefährden den Baum.
Es ist schon wieder passiert
1020Morgen No. 03/2026 Grün 2