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am 8. Februar

Zukunftsfitter Klimaboulevard Praterstraße

Bernhard Seitz, Uschi Lichtenegger, Wolfgang Kamptner - Machen wir die Praterstraße wieder zu einem Boulevard, der zum Flanieren und Einkaufen einlädt. Gleichzeitig ist ein Grüner Umbau ein wichtiger Schritt gegen den Klimawandel. Hier nun ein kurzer Abriss der bisherigen Planungen und der aktuelle Stand.

​​2015 haben wir Verkehrsplaner der TU Wien mit der Erstellung einer ersten Verkehrsstudie beauftragt. Diese war die Basis für die Diskussionen in den folgenden Jahren.

Nach dem Regierungswechsel auf Bezirksebene hat die Grüne Bezirksvorsteherin Uschi Lichtenegger nicht lange gezögert und ein großes Bürger*innenbeteiligungsverfahren durchgeführt.
2017 gab es zwei große Infoveranstaltungen, einige Arbeitskreise sowie Befragungen durch die Gebietsbetreuung. Über 500 Vorschläge und Ideen der Anrainer*innen konnten so gesammelt werden.
Aufbauend auf diesem Input beauftragte BVin Lichtenegger 2018 die MA46 mit der Erstellung einer Machbarkeitsstudie bezüglich der Verkehrsstärken auf der Praterstraße.

Aufgrund der Studie, die von einem Ziviltechnik-Büro durchgeführt wurde, wussten wir, dass eine Spurreduktion kein Problem ist.

Bei Gesprächen Anfang 2019 zwischen der Verkehrsstadträtin, uns und Vertreter*innen von SPÖ Wien und SPÖ Leopoldstadt wurde außer Streit gestellt, dass in Richtung Praterstern in Anbetracht der wesentlich schwächeren (Auto-)Verkehrsdichten eine Spur völlig ausreicht. Eine Reduktion der Fahrtrichtung stadteinwärts auf eine Fahrspur lehnte die SPÖ strikt ab. Wir waren zu diesem Kompromiss bereit, weil wir für die Finanzierung des Projekts die Zustimmung der SPÖ brauchten. Ein rot-grüner Kompromiss.

Im April 2019 wurde die Machbarkeitsstudie allen Fraktionen in der Mobilitätskommission präsentiert.

Nach weiteren Vorarbeiten schrieb der Magistrat im Oktober 2019 die Planung der Praterstraße europaweit aus. Im Dezember 2019 ging schließlich die Bietergemeinschaft cuulbox als Sieger aus diesem Vergabeverfahren hervor.
 

Anbei einige Eckpunkte des Projekts:

  • Aufwertung der Platzbereiche Nestroyplatz, Afrikanergasse und obere Praterstraße
  • Über 80 neue Bäume samt einer Baumreihe in der Aspernbrückengasse.
  • Verbreiterung der bestehenden Radwege von 1,40m auf 2,50m pro Richtung.
  • Neugestaltung und Öffnung des Therese-Krones-Parks.
  • Kürzere Querungen für Fußgänger*innen über die Praterstraße. 

Das Projekt wurde Mitte September allen Fraktionen im Bezirk präsentiert und kurz darauf der Öffentlichkeit im Rahmen einer Pressekonferenz.

Gleich nach der Wahl im Oktober hätte die finale Detailplanung durch die MA28 starten sollen. In Landes- und Bezirksbudget wären die entsprechenden Finanzmittel aufgenommen worden und im Sommer 2021 hätte der Umbau der Praterstraße begonnen.

Doch die Wahl im Herbst änderte bekanntlich Einiges und der neue Bezirksvorsteher stoppte die Planungen. Was er in Bezug auf den Umbau der Praterstraße nun vorhat, wissen wir nicht. Er hat aber versprochen, die bereits vorliegenden Planungen und die Ergebnisse der Bürger*innenbeteiligung zu berücksichtigen.

Aufhorchen ließ jedenfalls letzte Woche Verkehrsstadträtin Sima, die in einem Interview erklärte, dass die Praterstraße weiterhin ​​​vier Autospuren haben muss​. Wo sie dann den Platz für breitere Radwege und neue Bäume hernehmen will, bleibt schleierhaft.
Wir werden das jedenfalls nicht hinnehmen.

Fortsetzung folgt...


BV Lichtenegger und Stadträtin Hebein - Pressekonferenz im September 2020
Bürgerbeteiligung 2017

Machbarkeitsstudie Praterstraße