Bezirke
Navigation:
am 27. November

Zukunft der Praterstraße

Wolfgang Kamptner, Verena Florian, Robert Wallner - Einige hundert Menschen haben am Bürgerbeteiligungsverfahren zur Umgestaltung der Praterstraße teilgenommen. Nun liegen erste Vorschläge am Tisch, wie der Nestroyplatz und die Praterstraße wieder attraktiver werden können.

Bereits 2015 haben wir Grüne uns dafür ausgesprochen, dass die Praterstraße wieder für AnrainerInnen, EinkäuferInnen und alle VerkehrsteilnehmerInnen attraktiver wird. Damals haben wir eine Studie bei der TU Wien in Auftrag gegeben, die untersucht hat, wie das im Detail aussehen kann.

Die Praterstraße soll unserer Meinung nach wieder zu dem Boulevard werden, der sie früher einmal gewesen ist. Von der Umgestaltung der Straße zu einem echten Flanier-Boulevard profitieren sowohl AnrainerInnen als auch Geschäftsleute. Es gibt mehr Platz, um in entspannter Atmosphäre einzukaufen, zu flanieren oder Freunde zu treffen.

Da trifft es sich recht günstig, dass der bauliche Zustand der Straße eine grundlegende Sanierung erfordert. Nachdem eine derart große Baustelle nur in den Sommerferien bewilligt wird, aber im zweiten Halbjahr 2018 wegen der EU-Ratspräsidentschaft Österreichs auf den großen Straßen Wiens eine Bausperre gilt, ist der Umbau frühestens im Sommer 2019 möglich. Wenn also Stadt Wien und der Bezirk schon viel Geld für die Sanierung der Praterstraße in die Hand nehmen müssen, dann soll am Ende wenigstens was „Gscheit‘s“ - ein Mehrwert für die BewohnerInnen der Leopoldstadt  dabei rauskommen.

Bis dahin gibt es also noch genügend Zeit, sich umfassend über das „Wie“ des Umbaus von Praterstraße und Nestroyplatz Gedanken zu machen.

Bürgerbeteiligungsverfahren Nestroyplatz

Daher haben Bezirksvorsteherin Uschi Lichtenegger und Stadtrat Michael Ludwig im Frühling ein großes Bürgerbeteiligungsverfahren gestartet. Nach einer Auftaktveranstaltung und einigen Arbeitskreis-Sitzungen im Sommer gab es im Oktober die abschließende Infoveranstaltung im Theater Hamakom. Dort wurden die Ergebnisse des Beteiligungsverfahrens ca. 200 anwesenden AnrainerInnen präsentiert und mit ihnen diskutiert. Besonders wichtig waren vielen AnrainerInnen fußgängerfreundliche Ampelschaltungen und dass verhindert wird, dass der Autoverkehr in die Nebengassen ausweicht, falls es auf der Praterstraße zu einer Änderung der Verkehrsorganisation kommt.
Detailergebnisse des Bürgerbeteiligungsverfahrens.​ 

Nachdem diese Ergebnisse der Bürgerbeteiligung den anderen Fraktionen in einer Sitzung der Bezirksentwicklungskommission Mitte November präsentiert wurden, werden sie nun den zuständigen Magistratsabteilungen übergeben. Diese werden in den nächsten Monaten daran arbeiten, aus der Fülle von Vorschlägen konkrete Planungen zu erarbeiten. Diese Planungen werden danach wieder der Bevölkerung präsentiert werden.

Wir sind jedenfalls sehr zuversichtlich, dass dieser breite Beteiligungsprozess eine gute Grundlage für die Erarbeitung einer Fülle von sinnvollen Maßnahmen ist, die dazu führen werden, dass die Qualität der Bezirkstraße Praterstraße für alle NutzerInnen steigen wird.