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am 22. Jänner

Retten wir den Bahnradsport!

Bernhard Seitz - Das Radstadion* beim Prater wird durch eine Multifunktionshalle ersetzt. Klar ist: Für den Bahnradsport muss es eine neue Anlage geben. Ebenso klar ist: Die Grünen werden beim Bau der neuen Halle darauf schauen, dass es zur Verkehrsberuhigung kommt und die Leute im Grätzl bei der Planung eingebunden werden.

Eine Verbesserung der Sportinfrastruktur, aber der Bahnradsport braucht einen neuen Ort!

Die Stadt setzt endlich Schritte zur Verbesserung der Sportinfrastruktur! Durch großzügige Finanzhilfen des Bundes im Rahmen der Post-Corona-Wirtschaftsförderung wird es für die Stadt möglich, schnell große Infrastrukturprojekte anzuschieben. Dadurch kann Sportstadtrat Hacker relativ günstig eine Veranstaltungshalle für Ballsportarten mit integrierter Trainingshalle für Leichtathletik, Turnen usw. aus dem Hut zaubern.

Die Stadt will dafür das Radstadion an der Engerthstraße abreißen und als Multifunktionsstandort neu bauen lassen. 

Was für viele Sportler*innen (z. B. aus der lange vernachlässigten Leichtathletik) eine großartige Neuigkeit ist, ist für einen Teil der ostösterreichischen Radsportler*innen (und darüber hinaus), nämlich den Bahnradfahrer*innen, ein Problem.  

Es gibt in ganz Österreich keine weitere Radbahn, dabei ist der Bahnradsport olympisch und österreichische Spitzenfahrer*innen sind international vorne dabei. Auch die Junior*innen sind bereits international erfolgreich.  


​Ankündigung von Sportminister Kogler

Sportminister Werner Kogler hat angekündigt, dass der Bund als Partner für die Errichtung einer neuen Radbahn zur Verfügung steht. Jetzt ist Sportstadtrat Hacker an der Reihe. Er ist aufgefordert, Wien weiter als Österreichs Hauptstadt des Radsports zu festigen.  


​*Das Radstadion heißt bedauerlicherweise immer noch Ferry-Dusika-Stadion. Dabei hat die Bezirksvertretung auf Initiative der Grünen schon 2015 beschlossen, es in Stephanie-Endres-Stadion​ umzubenennen.

Zwischen Handelskai und Engerthstraße sind noch weitere Hausaufgaben fällig:

Klimaverträglicher Bau und Erhalt des Baumbestandes

Es ist bedauerlich, dass wenige Jahrzehnte alte Gebäude heute wieder abgerissen werden, weil sie als energetisch nicht sanierbar gelten. Umso wichtiger ist es, das neue Sportstadion klimaverträglich zu bauen und später nachhaltig zu betreiben. Der Grünraum beim Radstadion muss ausgebaut werden, wertvoller Baumbestand muss erhalten werden.  

Verkehrsberuhigung

Im Bezirk werden wir drauf schauen, dass die Verkehrsberuhigung in dem Gebiet rasch umgesetzt wird und dass es zu keiner zusätzlichen Belastung für den Grünraum Prater und die Anrainer*innen kommt. Umso wichtiger ist es, die Prater-Durchfahrt Meiereistraße-Stadionallee jetzt rasch für den Individualverkehr zu sperren.

Bürger*innenbeteiligung

Die Bürger*innen müssen eingebunden werden, ähnlich wie beim Fernbusterminal. Die Menschen vor Ort wissen sehr gut, was im Grätzl gut funktioniert und was schlecht.  

Für den Fernbusterminal (und das Stadioncenter) läuft seit einem Jahr ein Beteiligungs- und Planungsprozess. Der Architekturwettbewerb wurde Ende 2020 abgeschlossen.

Innerhalb der Stadtregierung hätten sich die Stadträte Hacker und Hanke besser abstimmen müssen. Dann hätte man Fernbusterminal und Sportstadion in einem Aufwasch so planen können, dass sie sich perfekt ergänzen. 

 
Jetzt wird es schwieriger, aber auch nicht unmöglich. Wir werden darauf schauen, dass nicht an der falschen Stelle gespart wird.