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am 17. Juli

Klimaboulevard Praterstraße

Wolfgang Kamptner, Uschi Lichtenegger - Unser symbolischer Spatenstich am Nestroyplatz: Wir fordern die rasche Umsetzung auf Basis der bestehenden Pläne zur grünen Ader des Bezirks!

Neugestaltung als Klimaboulevard

Je rascher die Praterstaße umgebaut wird, umso besser! Bei der Aktion am Nestroyplatz forderten wir erneut den Umbau zu einem Klimaboulevard:

  • 80 zusätzliche Bäume
  • breitere Radwege
  • ein neuer Park am Therese-Krones-Platz
  • sicherere Querungen für Fußgänger*innen
  • Abkühlung der Asphaltflächen durch neues Grün
  • attraktivere Gehsteige
  • Tempo 30
  • 1 Spur pro Richtung für den motorisierten Individualverkehr

Wenn heute begonnen worden wäre ...

Nach den Grünen Plänen hätten die Umbauarbeiten auf der Praterstraße bereits Anfang Juli begonnen: In etwa einem Jahr wäre die Straße klimafit gewesen. Man hätte mit weniger Autolärm und weniger Abgasen auf einer der Sitzbänke oder in einem der zahlreichen Gastgärten sitzen können oder wäre gemütlich unter den zusätzlichen schattenspendenden Bäumen spazieren gegangen. Die Radfahrenden hätten endlich Platz, wodurch Gefahrensituationen auf den engen Spuren auf den Gehsteigen entschärft wären. ...​


Eine Autospur pro Fahrtrichtung reicht problemlos

Der Autoverkehr nimmt ab. Die vielen Autospuren, die derzeit die Praterstraße leider noch prägen, sind absolut nicht notwendig. Schon eine Verkehrszählung 2018 hatte das gezeigt. Die Ergebnisse einer kürzlich erfolgten neuen Zählung bestätigen diesen Trend. Statt  individuell motorisiert unterwegs zu sein, wählen viele das Rad als geeigneteres Fortbewegungsmittel in der Stadt.

Schon der Popup-Radweg letztes Jahr, als eine Autospur stadtauswärts einige Monate zur Radspur umfunktioniert wurde, hatte bewiesen, dass der motorisierte Verkehr auf der Praterstraße leicht auf eine Autospur passt.


Zögern und zaudern

Aber so ein umfangreicher Straßenumbau ist keine reine Bezirksangelegenheit. Unter Rot-Grüner Stadtregierung waren die Pläne von der Grünen Verkehrsstadträtin Birgit Hebein gemeinsam mit der damaligen Grünen Bezirksvorsteherin Uschi Lichtenegger präsentiert worden. Rot-Pink möchte von diesen Plänen jetzt nur mehr wenig wissen. Ulli Sima (SPÖ), die neue Stadträtin für Stadtplanung und Mobilität, drückte, wie sie in einem Interview sagte, beim Umbau auf die Stopp-Taste und beharrt auf vier Autospuren, und der seit letztem Dezember in der Leopoldstadt amtierende Bezirksvorsteher Alexander Nikolai, ebenfalls von der SPÖ, zögert und zaudert mit, statt Druck zu machen, und spricht wie Sima von einer Neuplanung.


Der Grüne Bezirksvorsteher-Stellvertreter Bernhard Seitz:

Sie trauen sich nicht, die Maßnahmen zu setzen, die wir jetzt brauchen, um der
Klimakatastrophe entgegenzutreten und die Auswirkungen des
Klimawandels erträglicher zu machen.

Die SPÖ ist nur in ihrem Wahlprogramm für Klimaschutz, in ihrer tatsächlichen
Politik ist sie gegen Veränderungen."

Beteiligung der Bürger*innen an den Plänen

Dabei war den Grünen Planungen natürlich auch ein umfassendes Bürger*innenbeteiligungsverfahren vorausgegangen, das mehrere Phasen umfasste und von dem 400 Vorschläge ausgewertet und an das Planungsteam weitergegeben wurden.

Dazu Bernhard Seitz:

Die Anrainerinnen und Anrainer haben damals klargemacht, was sie wollen: mehr Platz zum Flanieren, mehr Platz für den Radverkehr – einfach eine Steigerung der Lebensqualität.

Wir fordern daher rasche Planungen auf Basis der vorliegenden Pläne der Stadt Wien aus 2020, damit der Umbau der Praterstraße spätestens im Sommer 2022 beginnen kann."

Symbolischer Spatenstich: Bernhard Seitz und Peter Kraus, Grüner Klima-Stadtrat

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