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am 27. Juli

Neue „Wiesn“ nur im Einvernehmen mit der Bevölkerung

Bernhard Seitz - Eine Neugestaltung der mehrwöchigen Großveranstaltung auf der Kaiserwiese im Wiener Prater kann nur im Einvernehmen mit der lokalen Bevölkerung passieren. Die Kaiserwiese gehört allen. Wenn dort wieder eine Wiesn stattfinden soll, dann nur in einem verträglichen Ausmaß, nicht als Kommerzspektakel.

Wir Grüne unterstützen die Praterbetriebe und stehen neuen Kulturveranstaltungen im 2. Bezirk sehr positiv gegenüber. Zentral ist dabei aber, dass für Mensch und Natur keine negativen Auswirkungen entstehen.


Einbeziehung der Anrainer:innen

Die "Wiener Wiesn"​ im Prater wird dieses Jahr pandemiebedingt so wie schon letztes Jahr nicht stattfinden. Stattdessen soll es im Herbst zweieinhalb Wochen bei der "Kaiserwiesn" auf dem grünen Areal vor dem Riesenrad rundgehen.

Eine neue Wiesn muss die Bedürfnisse der Bewohner:innen der umliegenden Grätzl respektieren und verträglich für den grünen Prater sein. Anders als die Vorgängerveranstaltung, deren Auswirkungen erst über die Jahre etwas erträglicher gemacht wurden.

Die SPÖ hat sich für die neue Wiesn einen Veranstalter aus dem SPÖ-Umfeld geholt und spricht von Einbeziehung der Anrainer:innen. Bisher wurden die Bevölkerung und die Bezirksvertretung nicht über die neuen Pläne informiert, anscheinend sind aber Programm und Zeitraum schon fix.

Wenn Wirtschaftsstadtrat Hanke es ernst mit der Einbeziehung der Anrainer:innen meint, dann sollte er dringend zur Diskussion stellen, was er vorhat und nicht nur eine Präsentation der Veranstaltung irgendwann im August ankündigen, nach der sich dann nichts mehr ändert.


Wir Grünen sorgten für sukzessive Verbesserung der "Wiener
Wiesn"

In den vergangenen vier Jahren wurde die "Wiener Wiesn" in mühevoller Kleinarbeit von der grünen Bezirksvorstehung „eingehegt“. Aspekte wie weniger Lärm, kürzere Absperrzeit, Baumschutz und mehr Verkehrssicherheit konnten sukzessive verbessert werden. Die Auflagen für den alten Veranstalter müssen natürlich auch vom neuen Veranstalter eingehalten werden.


Wir fordern:

  • Lärmschutz muss ganz oben stehen. Die Lärmbelästigung muss sich gegenüber dem bisherigen Fest entscheidend verringern.
  • Baumschutz: Die Aufbauten sind rund um den Baumbestand herum zu planen. Kein Baum darf Schaden nehmen.
  • Die Prater Hauptallee ist grundsätzlich freizuhalten. Die Verkehrssicherheit muss –
    besonders für Kinder – gewährleistet sein.
  • Der Zeitraum für Auf- und Abbau muss kürzestmöglich sein. Sperren der Kaiserwiese sind ausgeschlossen.
  • Die Bezirksvertretung – die Vertretung der Bevölkerung – soll über die Abhaltung der Wiesn das letzte Wort haben.