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am 12. März 2015

Freiraum für alle um 0 Euro: Der Donaukanal gehört dir.

- Alle lieben den Donaukanal - wegen der coolen Lokale und wegen des Freiraumes. Wir Grüne finden, der Mix passt. Und die konsumfreien Zonen sollen auch weiterhin für alle frei verfügbar sein: Zum Klettern, Radfahren, Joggen, Picknicken...

Dieser Mix ist allerdings gefährdet: Ende Februar erschienen im Standard zwei Artikel zu einem neuen Großprojekt am Donaukanal. Wir Grüne Leopoldstadt sprechen uns gegen das Projekt stromaufwärts des Schützenhauses aus. Dort ist eine der letzten innerstädtischen Wiesen am Donaukanal mit wunderschönen alten Bäumen.Wir sind für die Erhaltung der Freifläche.

Die Stadt Wien hat in den vergangenen zwei Jahren einen umfassenden Gestaltungsprozess zum Naherholungsgebiet Donaukanalabgeschlossen. Unter Federführung von Architektin Gabu Heindl– sie bezeichnet die Gastropläne als „Skandal“ - und der zuständigen Magistratsabteilung MA19 wurden mit der sogenannten Donaukanal-Partitur“ Leitlinien für die Entwicklung des Ufers erarbeitet.

Wichtige Grundlage für die Erarbeitung der Leitlinien war die Studie „Was tut sich am Donaukanal?“ mit Vor-Ort-Interviews: Darin kam klar zum Ausdruck, dass die WienerInnen sich keine oder nur kleine Veränderungen und keinen übermäßigen Ausbau kommerzieller Nutzungen wünschen. Der Donaukanal wird weitgehend als Freizeit- und Naherholungsort genutzt: Laufen, Radfahren, Skaten, Sonnenbaden, am Bankerl sitzen und Lesen.

In den Leitlinien ist daher für das betreffende Areal (zwischen Schützenhaus beim U2-Ausgang Herminengasse und der Augartenbrücke) klar eine nicht-kommerzielle Nutzung vorgesehen. Vorgesehen sind auch Freihaltezonen mit Sicht auf historische Erschließungsanlagen, freier Zugang zum Wasser und ausreichend breite Bewegungsräume. Empfohlen wurde auch, keine exklusiven Raumnutzungen (VIP-Bereiche), keine umzäunten Flächen oder kein Überragen der denkmalgeschützten Hochkaimauer zuzulassen.

Die Leitlinien wurden im Herbst 2014 in der Stadtentwicklungskommission mit den Stimmen von SPÖ und Grünen beschlossen. Daher verwundert es umso mehr, dass SPÖ-Bezirksvorsteher Horanun das Bauprojekt in dem Areal unterstützt. Entweder kennt er die Beschlüsse seiner eigenen Fraktion nicht, oder er arbeitet gegen die eigene Partei.

Wir wollen keinen zweiten „Copa-Cagrana“-Flop, sondern dass der Donaukanal Freizeit- und Naherholungsgebiet für alle ist – um 0 Euro.

Donaukanal
Donaukanal
Donaukanal
Donaukanal

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