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am 12. Mai

Das Alkoholverbot am Praterstern löst keine Probleme

Uschi Lichtenegger - Wie zu erwarten hat das Alkoholverbot dazu geführt, dass die betroffenen Menschen verdrängt wurden und sich nun oft im Nahbereich des Pratersterns niedergelassen haben.

Damit ist die sozialarbeiterische Betreuung der zumeist auch wohnungslosen Personen deutlich erschwert worden.

Nicht zuletzt auch deswegen, weil soziale Arbeit immer auch viel mit persönlichem Beziehungsaufbau zu tun hat und die SozialarbeiterInnen den Betroffenen bereits bekannt waren.

Das Gebot der Stunde ist es  nun, dieses fragwürdige Verbot abzufedern und zu verhindern, dass sich anstatt der kontrollierten Situation am Praterstern eine unkontrollierbare Situation an den Rändern der Verbotszone, d.h. auf der Kaiserwiese und in den umliegenden Wohnvierteln und Grünanlagen ergeben.

Es braucht ein umfassendes Konzept und finanzielle Mittel für sozialmedizinische Angebote, wie etwa den  Luisebus der Caritas.

Soziale Probleme​ löst man nicht mit Verboten und indem man sie verdrängt, sondern soziale Probleme löst man, indem man sie sozial behandelt.