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am 2. Dezember 2020

Ära Lichtenegger: Weichen für die Zukunft gestellt

Webredaktion der Grünen Leopoldstadt - In der konstituierenden Sitzung der Bezirksvertretung am Dienstag, den 1.12., hat sich Uschi Lichtenegger aus ihrem Amt verabschiedet. Das neue Grüne Team drängt nun darauf, dass der zukunftsweisende Weg fortgesetzt wird.


In den letzten vier Jahren hat Uschi Lichtenegger als Bezirksvorsteherin die Leopoldstadt geprägt. Ihre Ära zeichnet sich durch eine Vielzahl von großen und kleinen Projekten aus, die Uschi Lichtenegger mit unendlichem Engagement verfolgt hat und die den Bezirk zum Positiven verändert haben.

Im Else-Feldmann-Park

Abschiedsrede

Hier ein Ausschnitt ihrer Abschiedsrede bei der konstitutierenden Sitzung der Bezirksvertretung, die in der Sigmund-Freud-Universität stattgefunden hat:

​​Mein Einstand als Bezirksvorsteherin war abrupt und außergewöhnlich, doch die Arbeit für den Bezirk und seine 106.000 EinwohnerInnen drängte, und sie erfüllte mich bis zum heutigen Tag.

​Ein Thema, das mich fortwährend begleitete, war das Stadtentwicklungsgebiet Nordbahnhof. Vor zwei Monaten wurden dort der Bildungscampus Christine Nöstlinger und die verlängerte Linie O eröffnet.

Doch das Beste kommt erst. Das Leitbild Freie Mitte – vielseitiger Rand ermöglicht eine Grünraumfläche von 10 Hektar mit einer einzigartigen Stadtwildnis. Ab Beginn nächsten Jahres wird dieser riesige Natur- und Erlebnisraum mit Eisenbahn-Flair errichtet.
Ich bin stolz und glücklich, meinen Teil zur Entwicklung dieses besonderen Ortes beigetragen zu haben.

Zwei weitere Großprojekte in Vorbereitung sind die Weiterentwicklung des Pratersterns und eine klimawandelangepasste Neugestaltung der Praterstraße. Die Anrainer*innen und Geschäftsleute kämpfen schon lange für eine Sanierung und Aufwertung ihrer Einkaufsstraße und die Grünen Leopoldstadt stehen selbstverständlich weiterhin für die Arbeit an dem Projekt zur Verfügung.

Nicht nur bei der Zukunft der Praterstraße war die notwendige Anpassung an die Klimakrise mit einer grüneren und attraktiveren Gestaltung des öffentlichen Raums im Klimabündnisbezirk Leopoldstadt handlungsweisend. Als Vorzeigeprojekt möchte ich hier den Else-Feldmann-Park erwähnen. Heute ist es schwer vorstellbar, dass bis vor kurzem anstelle des von allen Generationen gut besuchten Beserlparks der Asphalt der Trunnerstraße lag.​​​

​Der Klimawandel wird uns immer mehr Hitzetage bescheren und da galt es aktiv für die Zukunft zu arbeiten: Begrünung, coole Straßen, hunderte neu gepflanzte Bäume pro Jahr und mehr Platz für umweltfreundliche Mobilität war das Ziel. Neben dem Ausbau der Öffis gehört da die Fahrradinfrastruktur wesentlich dazu. 2700 neue Radabstellplätze, die erste Fahrradstraße des Bezirks und die gerade in Bau befindliche Hauptradroute Am Tabor sind ein deutlicher Schub Richtung Zukunft in diesem doch sehr lange vernachlässigten Bereich.

Pilotprojekt Schulstraße vor der Volksschule Vereinsgasse

Von Beginn an war mir auch die Sicherheit der Schulkinder ein besonderes Anliegen. Fünf Schulplätze wurden komplett neu gestaltet und die Schulwege an vielen Orten im Bezirk sicherer gemacht. Das erfolgreiche Pilotprojekt Schulstraße haben wir 2018 in der Vereinsgasse gestartet. Es hat messbar bewirkt, dass die Elterntaxis weniger wurden.

Viel gäbe es noch zu nennen: die gut besuchten Veranstaltungen der Demenzfreundlichen Leopoldstadt, die Erinnerungsarbeit an die jüdische
Geschichte
des Bezirks, das Jugendparlament und das Senior*innenparlament als Möglichkeiten zur Partizipation usw.

Viele kleine und große Projekte haben den zweiten Bezirk in diesen vier Jahren vorangebracht und ich hoffe, dass den Bewohnerinnen und Bewohnern so mancher Baum noch lange Zeit Freude bereiten wird und ihnen allen die Fahrbahnanhebungen und Gehsteigohrwascheln das Leben erleichtern werden.

Dank

Die scheidende Bezirksvorsteherin bedankte sich bei den Mitarbeiter*innen der Stadt Wien, den Mitarbeiter*innen der Bezirksvorstehung ("Es war einfach eine Freude, ins Büro zu kommen."), bei den Bürgerinnen und Bürgern, den Leopoldstädter Bezirksrät*innen und ganz besonders bei den Mandatar*innen der Grünen Fraktion unter dem Klubvorsitz von Markus Rathmayr, vor allem bei Adi Hasch und Bernhard Seitz.

Bernhard Seitz, neuerlich bestätigter stellvertretender Bezirksvorsteher, und Uschi Lichtenegger in der Sigmund-Freud-Universität

Uschi Lichtenegger weiter:

Seit 10 Jahren ist Wien die lebenswerteste Stadt der Welt. Und darauf dürfen wir alle stolz sein. Wir alle sind Wien. Und so haben wir für diese Auszeichnung mit unserer engagierten Arbeit und dem Einsatz in der Leopoldstadt auch dazu beigetragen.

Aber unser Wien ist und wird auch aufgrund der dramatischen Corona-Krise in den nächsten Jahren eine veränderte Stadt sein und unser aller Einsatz wird hier zur Bewältigung der Krise und Motivation und Unterstützung der Bevölkerung und Unternehmen benötigt. Und ich bin sicher, gemeinsam packen wir es!

Ich wünsche mir, dass die Bewegung und die Vielfalt, die unser enorm beliebter und lebendiger Bezirk in den letzten Jahren gewonnen hat, nachhaltig erhalten bleibt.

Schließen möchte ich mit den besten Wünschen für alle wiedergewählten und alle neu gewählten Bezirksrätinnen und Bezirksräten und vor allem für meinen Nachfolger Alexander Nikolai! Alles Gute, Alex!


Zum Abschied schenkte ihr das Grüne Team ein Fahrrad, das vom Nationalratsabgeordneten Lukas Hammer in den Saal geführt wurde.


​DANKE, USCHI, FÜR DEINEN EINSATZ UND DEINE ARBEIT FÜR DEN 2. BEZIRK!