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am 22. September 2015

Ferry-Dusika-Stadion wird Stephanie-Endres-Stadion

- Straßen- und Gebäudebenennungen sind Ehrungen, mit dem Namen Ferry-Dusika-Stadion wird nach wie vor an einen Nazi erinnert. Stephanie Endres (1891-1974) leistete Pionierarbeit für den Frauen- und Mädchensport

Radrennfahrer Ferry Dusika war Mitglied der NSDAP und SA-Oberscharführer. Er leitete in der NS-Zeit das Blatt “Österreichischer Radsport”, hetzte in dieser Zeitung gegen Juden und profitierte persönlich von einer Enteignung. Die HistorikerInnenkommission unter Oliver Rathkolb stufte Ferry Dusika als bedenklich ein. Wir haben deshalb eine Umbenennung gefordert. Die SPÖ schloss sich hier an, im Juni 2015 wurde der rotgrüne Antrag auf Vorschlag der SPÖ nach Stephanie Endres mehrheitlich im Bezirksparlament beschlossen, FPÖ und ÖVP stimmten dagegen.

Stephanie Endres (1891-1974) leistete Pionierarbeit für den Frauen- und Mädchensport. Sie ist eine von vielen faszinierende Frauen, deren Leistungen in dieser (Stadt-)Geschichte bisher nicht erwähnt und damit vergessen wurde. 

Willkommen Flüchtlinge in der Leopoldstadt

Für kurze Zeit ist das „Dusika“-Stadion Quartier für Hunderte Flüchtlinge auf der Durchreise aus Syrien nach Deutschland. In einer Halle, wo der Namensgeber Dusika ein Profiteur eines Regimes war, welches Millionen Menschen ermordete und zur Flucht trieb. Und Jahrzehnte später schliefen unter „seinem Dach“ Menschen, die eben auf der Flucht vor Krieg und Hunger sind. Es ist höchste Zeit, dass der Antrag bei der MA 7 behandelt und die Umbenennung nach Stephanie Endres abgeschlossen wird.