Sport Arena-Spatenstich mit schweren Planungsfehlern

Am 27. Juli erfolgte der Spatenstich für die neue Sport Arena. Die SPÖ begeht bei diesem Neubau am Handelskai schwere Planungsfehler und vernichtet Ressourcen der jüngeren Generationen. Auch wenn neue, hochwertige Trainings- und Sportveranstaltungsräume eine gute Neuigkeit sind, ist nicht nachvollziehbar, warum bei der Sport Arena mehrere Konstruktionsfehler wider besseres Wissen eingebaut werden.

Abgesehen davon, dass es ein unverzeihlicher Fehler ist, die Sport & Fun-Halle auszulagern und die Wiese der Venediger Au zuzubetonieren, werden nun auch der Fernbusterminal und die Sport Arena als zwei voneinander unabhängige Projekte geplant, obwohl die Bauten eng beieinanderliegen.

Gute Architektur zeichnet sich aber dadurch aus, dass sie Verbindungen und Kommunikationsräume schafft und Nutzungsmöglichkeiten so gut wie möglich zusammenführt. Mit den getrennt abgewickelten Projekten werden nun schwere Planungsfehler und schlecht funktionierende öffentliche Räume riskiert, die für Jahrzehnte ein wichtiges Stadtentwicklungsgebiet negativ beeinflussen können. Da der Bau des Fernbusterminals sich jetzt aus unklaren Gründen verschiebt, böte sich die einmalige Gelegenheit, die Planungen zu überarbeiten, um hochwertige Gebäude und hochwertigen öffentlichen Raum zu schaffen.

Die SPÖ klopft sich selbst dafür auf die Schulter, dass die Arena weniger Platz braucht als das alte Radstadion. Dieses Volumen hätte man mit intelligenter Architektur für die Angebote der Sport & Fun-Halle nutzen können. Und zwar ohne Nutzungskonflikte und – anders als bei der Verbauung der Venediger Au – ohne Schaden im öffentlichen Raum. Eine weiterer wichtiger Kritikpunkt lautet, dass das Radstadion ersatzlos abgerissen wurde. Damit gibt es in Österreich keine ganzjährig nutzbare Radbahn mehr. Die „Sportstadt Wien“ versetzt damit dem Radsport in Österreich einen schweren Schlag.

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