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Erfolgsmodell Schulstraße

Elterntaxis mögen gut gemeint sein, sind aber eine Gefahr für alle Schulkinder. Deshalb hat die Mobilitätsagentur gemeinsam mit der Bezirksvorstehung Leopoldstadt und der MA46 für Wien ein Modell entwickelt, wie Kinder wieder sicherer in die Schule kommen können.

Schon mal was von Elterntaxis gehört? Als solche bezeichnet man Eltern, die ihr Kind täglich mit dem Auto in die Schule bringen, weil sie Angst haben, dass ihrem Kind auf der Straße etwas passiert könnte. Die vielen Autos – da lauert die Gefahr! Leider ist ihnen aber oft nicht bewusst, dass sie selbst eine große Gefahr für die Schulkinder darstellen – sowohl für ihr eigenes Kind als auch für die anderen Kinder. Ja – Elterntaxis sind gefährlich!

Um dieser Gefahr entgegenzuwirken, ist es sinnvoll, vor Schulbeginn die Straße vor der Schule für den Autoverkehr zu sperren. Das erhöht die Verkehrssicherheit der Schulkinder enorm. Dieses Modell – die Schulstraße – gibt es bereits in einigen anderen Ländern und Städten, zum Beispiel in Südtirol, Salzburg und Graz.

Zeit also, das Modell Schulstraße​​​ auch in Wien einzuführen. Die Mobilitätsagentur Wien​​ beschloss, einen Pilotversuch in Wien durchzuführen. Ich habe mich sehr darum bemüht, dass eine Schule in der Leopoldstadt für die Testphase „Schulstraße in Wien“ ausgewählt wird – mit Erfolg!

Fahrverbot vor Schulbeginn

Pilotversuch in der Vereinsgasse

Der Pilotversuch startete Anfang September vor der Volksschule Vereinsgasse, wo Schulleitung, Eltern und AnrainerInnen seit Jahren eine Verkehrsberuhigung fordern. Zwei Monate lang lief die Testphase, die von VerkehrsexpertInnen beobachtet wurde. Vor der Volksschule galt an Schultagen zwischen 7:45 und 8:15 Uhr ein Fahrverbot für Autos, Motorräder und andere Kraftfahrzeuge.​

Der Versuch war ein großer Erfolg​​, wie auch die Evaluierung der ExpertInnen zeigte. Vor dem Start des Pilotprojekts brachten 15 Eltern ihre Kinder mit dem Auto in die Schule, 13 davon parkten in 2. Spur direkt vor der Schule, was für alle gefährlich war. Während des Versuchs waren es nur noch 8 Elterntaxis und diese parkten einen Häuserblock entfernt. Dadurch wurden gefährliche Verkehrssituationen beträchtlich entschärft.
Ein weiterer positiver Effekt der Schulstraße war, dass Kinder, die nicht mehr mit dem Elterntaxi gebracht wurden, lernten, sich auf der Straße sicherer zu verhalten. Die genauen Ergebnisse kann man hier​​ nachlesen.

Aufgrund der positiven Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit habe ich verfügt, dass die Schulstraße auch nach dem Ende des Pilotversuchs weiter besteht. In ganz Wien haben sich über 20 weitere Schulen​​ bei der Mobilitätsagentur für eine Schulstraße angemeldet. Auch in der Leopoldstadt gibt es Schulen, die sich für eine Schulstraße interessieren und dafür geeignet erscheinen. Diese lassen wir gerade prüfen.

Ich bin überzeugt davon, dass sich dieses Modell wienweit durchsetzen wird, und freue mich über einen weiteren Puzzlestein für mehr Verkehrssicherheit für die Leopoldstädter Kinder.

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